Barbara Ludwig  
 Leseempfehlungen für April und Mai: Katja Brandis "Koala Träume" und "Die Pianistin" von Beate Rygiert

Meine Leseempfehlungen für April und Mai

  

Für diesen beiden Monate lege ich Ihnen ans Herz:

Katja Brandis: Koala Träume

Katja Brandis führt uns mit „Koala Träume“ wohin wohl, auf den roten Kontinent Australien. Das gut gewählte Cover gibt uns einen Hinweis auf das weite Land und zeigt ihre Protagonistin Juli. Die Tierpflegerin aus dem Tierpark Hellabrunn darf eine Zeit in dem Auswilderungspark The Ark arbeiten. Sie schleppt noch einige unangenehme Erinnerungen mit sich herum und auch ihr Begleiter bei diesem Programm Lars zählt nicht zu ihren Traumpartnern. Doch Juli erwartet viel Arbeit und sie gewöhnt sich schnell ein und päppelt Koalas, Kängurus, Schlangen, Echsen und sogar ein Krokodil auf. Tiere, die ganz wörtlich genommen „unter die Räder“ gekommen sind. Colin oder Jarro, wie sein Aborigines-Name lautet, hilft ihr und rettet sie schon mal vor einer störrischen Emu-Lady.  Eine zarte Liebesgeschichte bahnt sich an. Aber es stellen sich Hindernisse in den Weg und ob es ihnen gelingt, zueinanderzukommen? 

In einer herrlich frischen Sprache versteht es die Autorin, uns die jungen Menschen nahezubringen, sodass man als Leser nah bei ihnen und ihren Abenteuern ist.  Ein tolles Buch für Jugendliche und für ältere Leser, die Tiere lieben und beim Lesen in die andere Welt in downunder eintauchen möchten.  Mit hat es viel Spaß gemacht. 


Meine zweite Leseempfehlung: 

„Die Pianistin Clara Schumann und die Musik der Liebe“ von Beate Rygiert

Der Roman ist im frühen 19. Jahrhundert angesiedelt. Es ist die Geschichte einer ungewöhnlichen Frau und ihrer Liebe zur Musik und zu dem Komponisten der Romantik: Robert Schumann. Von klein auf gedrillt, feiert Clara schön früh Erfolge als Pianistin und auch schon - fast noch in Kindertagen - lernt sie den älteren Robert kennen. Sie verehrt ihn, begeistert sich für seine Musik und weiß, sie will mit diesem Mann oder keinem leben. Für ihre Liebe nimmt sie den Bruch mit dem strengen Vater in Kauf, schlägt die Warnungen ihrer Freundin in den Wind. Bald nach der Eheschließung muss sie erkennen, dass ihr Robert zwar ein Genie, aber nicht der Traummann ist, für den sie ihn hielt. Aber sie kämpft sich tapfer durch, verdient mit ihren Konzerten das Geld für den Lebensunterhalt und wünscht sich schon mal, ein Mann zu sein. Schon, um nicht dauernd schwanger zu sein.

Beate Rygiert beleuchtet das Leben von Clara feinsinnig und mit Facetten. Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß sondern viele Nuancen dazwischen. Ein überaus lesenswertes Buch für alle, die Musik leben. Aber auch eine wundervolle Frauengeschichte, die einem die Zeit der Romantik nahebringt.  

Ein interessantes und auch überaus spannendes Buch, das ich begeistert gelesen habe. 




 
 
 
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