Barbara Ludwig  
 Leseempfehlungen für Februar und März: Cara Ludovica - Die Kurtisane von Venedig - Veronica Franco - und Katja Oskamp  -Marzahn mon amour

Meine Leseempfehlungen für Februar und März

  

Für diesen beiden Monate lege ich Ihnen ans Herz:

 

Cara Ludovica

 Die Kurtisane von Venedig – Veronica Franco – Band 2.

Ich gebe zu, ich habe mich verführen lassen von Veronica, habe den Schmöker nicht aus der Hand legen können, wollte wissen, wie sie die schwierigen Situationen meistert. Habe mit ihr gelitten, als der Regen nicht aufhörte, wie er im Augenblick auch bei uns unaufhörlich plätschert und unseren Keller überschwemmt. Habe geweint, als ihr Giacometto, dieser süße Kerl, der ihr als Unterpfand ihrer Liebe geblieben war, sich zur unrechten Zeit am Ort des Unheils aufhielt. Und dann etwas später sie bewundert, als sie fast selbst ums Leben kommt. Halt, ich will nicht zu viel verraten. Nur so viel - auch die Liebe spielt eine Rolle. Auf jeden Fall ein Buch zum Abtauchen in eine andere Welt und doch erscheint einem der Kosmos dieser erstaunlichen Frau vertraut und bekannt.

Für alle Frauen, die gern lesen und sich wie ich nicht von der Seitenzahl abschrecken lassen, sondern begeistert sind, wenn ein Roman nicht so schnell zu Ende ist. Natürlich auch für Männer – keine Diffamierung-, denn es gibt geschichtliche Zusammenhänge und die größte Seeschlacht des Mittelmeeres.

Bei Amazon als Taschenbuch und E- Book. Band 2 habe ich als E-Book auf meinen Kindle geladen und habe mich zusätzlich über die Fotos zum Buch gefreut. Obwohl ich zugebe, so ein dickes Buch mit Papier verlockt mich mehr. Und ich freue mich schon auf die FS.

 Viel Spaß beim Lesen 




Katja Oskamp

 Marzahn mon amour – Geschichten einer    Fußpflegerin

Katja Oskamp ist Theaterwissenschaftlerin, Dramaturgin und Autorin. Schöne Berufe und Berufungen, aber oft auch verbunden mit langen Durststrecken ohne Einkommen. Also absolviert sie eine Ausbildung zur Fußpflegerin und übt diesen Nebenberuf dann auch aus. Ihre Erlebnisse erzählt sie witzig, mit einem Augenzwinkern, ohne die Personen zu diffamieren. Irgendwie erkennt man sich dann auch ein wenig selber wieder und überlegt, was man seiner Fußpflegerin so alles anvertraut.

Meine Füße und ich vermissen die patente Frau im weißen Kittel, die so gut zuhören kann, keine Frage. Meine Perle ist leider keine medizinisch ausgebildete, obwohl sie genau so viel von Füßen versteht wie die Verfasserin des Buches.

Unbedingt lesenswert. Zum Schmunzeln, es menschelt, manches Mal tragisch komisch führt es uns den Menschen vor.

Hanser Berlin



 
 
 
E-Mail
Anruf
Infos