Barbara Ludwig wig 
Warum Langeweile - warum nicht lesen - Leseempfehlungen für November  neu

Meine Leseempfehlungen für den Monat November




Ayelet Gundar-Goshen „Löwen wecken

Klein & Aber Pocket

 

Ein Buch, das uns nach Israel entführt, in eine kleine Stadt im Grenzgebiet, in eine Gegend voller Staub. Etan Grien ist Arzt, hierher versetzt worden und nicht sonderlich zufrieden. Seine Frau, die Polizeibeamtin schon eher. Beide führen ein normales und trotz aller Fährnisse zufriedenes Leben. Bis er - bei einem Ausflug in die Wüste - einen Menschen überfährt. Einen, der illegal hier Gestrandeten, die er sonst gar nicht wahrnimmt. Und er begeht Fahrerflucht.

Doch er wird beobachtet von der Frau des Illegalen und sie, eine stolze Schwarze, nutzt die Gelegenheit: Sie erpresst ihn, nicht um Geld, nein, um Hilfeleistung für die im Schatten Lebenden. Ihm bleibt nichts Anderes, er geht darauf ein und in seinem Leben ist bald nichts mehr wie es war.

Auch als Leser wird man aufgerüttelt und muss sich einigen Fragen stellen. Das Ganze ist spannend und überzeugend geschrieben, erzeugt teilweise Magendrücken und lässt einen nicht unberührt. Keine unbedingte Wohlfühllektüre und doch …

  

Yanis Kostas „Tod am Aphrodite Felsen – Ein Zypern-Krimi

Droemer Taschenbuch

Die herrlich, schräge Heldin Sofia kommt aus London in ihre Heimat, um ein Jahr dort als Kriminalbeamtin zu arbeiten. Aber statt in das schicke Limassol, in das die Botschafter-Tochter in ihren trendigen High-Heels und Designer Outfits meint, zu kommen, steckt man sie in ein Kaff im Grenzgebiet. Ihrem Vorgesetzten ist sie völlig egal, er ist mit sich beschäftigt und die Dorfbewohner beäugen sie auch argwöhnisch. Doch dann gerät sie in eine Mordermittlung und wird selbst verfolgt. Wie sie es schafft, sich den Gegebenheiten anzupassen und den Fall zu lösen, macht Freude zu lesen. Meine absolute Empfehlung für heitere Lesestunden.

  

Beate Gruhn „Der letzte Buchstabe

SALON Literatur VERLAG München.

Ein Roman um das Schicksal von Elise, einer mutigen Frau, die ihren Vorstellungen folgt. In den 20iger Jahren des letzten Jahrhunderts war es alles andere als leicht, Ärztin zu werden. Elise schafft es, sich durchzusetzen, zu studieren und das Studium abzuschließen. Inzwischen haben sich die politischen Verhältnisse in Deutschland dramatisch verändert. Elise bekommt am Anfang von den menschenverachtenden Tendenzen des Naziregimes nicht viel mit, sie ist glücklich sich als Ärztin besonders für Frauen einsetzen zu können. Sie merkt erst spät, dass sie vom System benutzt wird.

Das spannende Frauenschicksal in einer schwierigen Zeit der Geschichte basiert auf einer wahren Lebensgeschichte und ist packend, spannend und mitreißend geschrieben. Ein Favorit auf meiner Bücherliste. 

   

 
 
 
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